Es mag seltsam erscheinen, aber in der nächsten Olivenerntekampagne wird es eine spürbare Reduzierung der Produktion von nativem Olivenöl extra geben, mit starken Auswirkungen auf die verschiedenen Absatzmärkte.
Das Problem hat seine Wurzeln in den folgenden Faktoren:
- Die geringen Frühlingsniederschläge in Andalusien setzen den Fruchtansatz stark aufs Spiel, der ziemlich mangelhaft zu sein scheint, und man weiß, wenn Spanien 50% des weltweiten EVO-Öls produziert, macht Andalusien wiederum 50% der spanischen Produktion aus;
- Die italienischen Ölvorräte (vor allem die apulischen und kalabrischen) sind auf einem historischen Tiefstand, und auch in Italien präsentiert sich die Saison unsicher, mit einer Produktion, die sich um die 200.000 Tonnen bewegen wird;
- Die großen italienischen Unternehmen schauen sich um, weil der Referenzmarkt, um ein Öl als gemeinschaftlich zu kennzeichnen, von Spanien abhängt, da die griechische Produktion nur wenig über der italienischen liegt; daher richtet sich der Blick auf Tunesien und die Türkei, die jedoch einige Probleme bereiten, da sie nicht zur EU gehören (aber es gibt dann das Schlupfloch der geernteten, eingefrorenen, importierten und in Italien gemahlenen Oliven).
All dies führt zu einem starken Preisanstieg, der bereits 6 Euro pro Liter für Gemeinschaftsöl (Spanien und Griechenland) erreicht und überschritten hat, und folglich wird der Regalpreis eines Öls, das nur durch die Sprache auf dem Etikett italienisch ist, mindestens 7/8 Euro pro Liter betragen.
Dann gibt es den Bereich der Ölmühlen, der die Preisliste erhöhen muss, da er, um seinen Kunden das Öl nicht vorzuenthalten (übrigens, haben Sie sich gefragt, warum Sie in den Ölmühlen immer Öl finden, unabhängig davon, wie die Saison verlaufen ist?), gezwungen ist, Ölmengen aus den Lagerhäusern Süditaliens zu kaufen, die, wie oben erwähnt, auf einem historischen Tiefstand sind. Und auch in der Ölmühle geht es nicht unter 10/11 Euro pro Liter.
Schließlich gibt es die kleinen Olivenbauern, die es trotz eines schwierigen Marktumfelds schaffen, die Preise nicht über 13/14 Euro zu halten, da sie kein Öl von Dritten kaufen müssen und nur das verkaufen, was sie produzieren, unter voller Einhaltung der Regeln und zum Wohl ihrer Kunden.
Dem Verbraucher bleibt die endgültige Wahl, wohl wissend, dass mit der neuen Ölkampagne die Preisspanne minimal ist und es sich daher vielleicht lohnt, 2 € mehr auszugeben und ein italienisches, authentisches und zertifiziertes Produkt mit nach Hause zu nehmen.
Ein ehrlicher Rat: Warten Sie nicht bis zum letzten Moment, reservieren Sie Ihr Öl schon jetzt, denn im November werden Sie es vielleicht nicht mehr finden.

